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My Gypsy Mother

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MEINE "ZIGEUNER" MUTTER

Die Geschichte der 'Zigeuner' ist eine Geschichte der Ausgrenzung und Diskriminierung. Der Film Meine "Zigeuner" Mutter" thematisiert die Auswirkungen der NS-Verfolgung auf die Überlebenden und ihre Übertragung auf die Kinder.

"Früher haben die Leute gewußt, daß meine Mutter eine Zigeunerin ist; dann sind die Gastarbeiter gekommen, und dann war sie ein Tschusch. Vielleicht ist das auch ihr Glück."

Therese L. Ràni über ihre Mutter


DER FILM
Meine "Zigeuner" Mutter

handelt von der Beziehung einer Tochter zu ihrer Mutter. Die Mutter ist Sinti und Überlebende der Konzentrationslager Ravensbrück und Buchenau. Ihre Lebensgeschichte hat die Beziehung zu ihren Kindern geprägt. Während der Vater, ehemaliger Angehöriger der Waffen-SS, in Deutschland lebt, zieht sie die Kinder in Wien groß. Das Verhältnis zu den Sinti ist für Mutter und Tochter ein verworrenes, zwischen Verwurzelung und Loslösung.
Anhand der Recherche der eigenen Familiengeschichte wird die Geschichte der 'Zigeuner' als eine Geschichte einer permanenten Ausgrenzung erkannt. Die Mauer des Schweigens darüber, die sie seit ihrer Kindheit umgibt, zeigt sich als eine Grenze des Sprechens über den Völkermord zwischen den Überlebenden und ihren Nachkommen.

  • Die Traumatisierung der Überlebenden und die Übertragung auf die nächste Generation. Die Befreiung und die Zeit danach. Die Kinder der Überlebenden. Die Mauer des Schweigens in der Interaktion zwischen Mutter und Tochter (von der Tochter selbst gefilmt).

  • Das Leid der Nachgeborenen. Psychische Folgen - die Traumatisierung der Kinder, dargestellt anhand des Tagebuchs und der Zeichnungen der Tochter während ihrer Therapie.

  • Das Wien der Nachkriegszeit. Ein bürgerlicher Bezirk und der Umgang mit einer Minderheit. Die Nachwirkungen einer menschenverachtenden Ideologie. Ein neues Leben und alte Verwurzelungen.

  • Die Arbeit an der Vergangenheit. Die konkrete Konfrontation im Film als Recherche.

Meine Zigeuner-Mutter ist Teil der "shooting back"  DV-Programmleiste bei der Personen in privaten Lebensbereichen, in Interaktion mit einer DV-Kamera agieren. Ziel dieser Reihe ist eine Film-Autorenschaft, der persönliche Blickwinkel, Subjektivität, mit der Kommentierung des Aufgenommen vereint. Ziel der DV-Programmschiene ist die Darstellung einer unbekannte Welt, ein anderer Blick auf die Realität, als Extremform radikaler Subjektivität. Eine Art selbstreflexive Ebene, über gesellschaftliche Prozesse aus der Sicht Betroffener. .

30 min., DV auf DIGI BETACAM, 16:9, Stereo

Buch und Kamera: Therese L.Rani
Schnitt: Karina Ressler
Musik: Franz Reisecker
Sounddesign: Dietmar Schipek
Kommentarsprecher: Andrea Eckert
Gestaltung: Egon Humer

Redaktion: ORF Kunst-Stücke, Heinrich Mis/Christian Riehs

Eine Koproduktion von
Egon Humer Film-TV-Medienproduktion
und
Kunst-Stücke